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14. März 2011

Neue Musik

Also: Dass die deutsche Jugend und ihr Musikgeschmack wohl offensichtlich zurückgeblieben sind, erkennt man an den Charts ("Tik tok on the clock / but the party don't stop, no / whoa whoa oho oho"). Klar, ich hör auch gerne mal Musik über die man nicht weiter nachdenken muss, dann aber sollte sie doch von ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Viehdiebstahl oder Drogen handeln. 2008 erschien das Album von Empire of the Sun, ziemlich brilliant eigentlich, mittlerweile aber, durch diese debile und überaus geschmacklose Vodafone-Werbung, in die Charts aufgestiegen, kennt es jeder und ich weiß noch nicht ob das gut oder schlecht ist.
Seiten wie RCRDLBL und The Hype Machine finde ich ziemlich gut, da sie zum einen kostenlose Musik und zum anderen unbekannte Musik, die in ein paar Jahren bestimmt groß rauskommt, anbieten. Ich selbst habe mich erst vor ein paar Wochen bei dem Newsletter von RCDRDLBL eingetragen, jetzt bekomme ich einmal am Tag eine Email mit den "Records of the day", zwei Tagestipps, oft ein Remix, oft Bands ohne Label, oft exzellente Sachen. So do it, just do it!

26. Februar 2011

Coming of age

"You're not gonna get this girl by listening to records and jerking off."
François Dillinger

Das ist alles, was ich bis jetzt rausgefunden habe und es ist wahr.

23. Januar 2011

Breaking Bad

Breaking Bad ist eine amerikanische Fernsehserie. Ich halte eigentlich grundsätzlich nichts von amerikanischen Serien, aber wenn man hört, worum es in Breaking Bad geht, wird man einfach neugierig.
Die Hauptperson ist ein 50-jähriger, eher spießiger Mann, der hauptberuflich Chemielehrer ist. Als er erfährt, dass er unheilbaren Lungenkrebs hat, beginnt er mit einem ehemaligen Schüler 'Crystal Meth' zu kochen. In den Episoden hören wir von seinen Problemen und bekommen einen Einblick in die Methamphetamin-Küche.
Eine Episode dauert etwa 40-50 Minuten und ich finde, man sollte diese Serie unbedingt mit dem Originalton genießen.

Noch nicht überzeugt? Lest den Artikel auf floffimedia.


2. Januar 2011

Eastern Promises

Hält man seine Erwartungen nicht so hoch, wird man auch nie richtig enttäuscht, sollte irgendwas nicht klappen. Deswegen sind meine Berufswünsche ziemlich realistisch gehalten: Buchhalter (oder Buchmacher, ich verwechsel das immer). An sich kein schlechet Beruf, man kann sogar eine Fortbildung zum Bilanzbuchhalter machen, normalerweise strebe ich aber nicht nach Größerem. Insgeheim hoffe ich auch, dass ich später durchschnittlichen Geschlechtsverkehr mit einer durschnittlichen Frau in einem durchschnittlichen Haus habe. Aber manchmal, ja, manchmal da wünsche ich mir so ein total cooler Typ bei der russischen Mafia zu sein.
David Cronenberg hat 2005 diesen überirdisch guten Film A History of Violence mit Viggo Mortensen gemacht. 2007 kam der Nachfolgefilm, Eastern Promises, ebenfalls mit Viggo in der Hauptrolle. Im Grunde geht es um diese 14-jährige, osteuropäische Prostituierte, die bei der Geburt ihres Kindes stirbt. Naomi Watts arbeit als Hebamme, nach dem Tod des Mädchens versucht sie, warum auch immer, die Familie des toten Mädchens ausfindig zu machen. Sie findet ein Tagebuch bei dem toten Mädchen, selbstverständlich steht darin irgendwas auf Russisch. In dem Tagebuch findet sie aber auch eine Visitenkarte eines sibirischen Restaurants, in das sie dann geht und es von diesem einen Typen übersetzen lässt, der hat aber Verbindungen zur russischen Mafia und so. Das wird dann alles ziemlich gefährlich für Naomi und Viggo Mortensen, der "Fahrer" dieses Typen aus dem Restaurant, versucht sie davon zu überzeugen, wie gefährlich doch alles tatsächlich ist, ziemlich nämlich. Der Plot ist aber eher nebensächlich zu sehen, das besondere an dem Film ist, wie er gemacht ist: dicht, hart, kalt und ohne Gefühle (das ist positiv), keine nervige Musik während den überaus gelungenen und ultrarealistischen Gewaltszenen (der Klang der Schläge erinnert zum Beispiel nicht an Bud-Spencer-Filme) und vorallem die schauspielerischen Leistungen aller Darsteller (vorallem die von Viggo Mortensen und Vincent Cassel) sind brilliant. Man sagt, dass Viggos Tattoos so echt gewirkt haben, dass die Gäste eines russischen Restaurants, das er während der Dreharbeiten besuchte, den Atem anhielten und schwiegen, als er eintrat. Sie glaubten, er sei tatsächlich einer von der Mafia. Erst als er dann englisch sprach, konnte man sehen, wie die Leute sich entspannten.
Alles in allem: Ganz großes Kino!

26. Dezember 2010

Social Media Browsing

Erstmal allen frohe Weihnachten!

Im folgenden Artikel hab ich getestet, ob es sich lohnt, Social Media Browser zu nutzen. Der Begriff Social Media Browser beschreibt Browser mit denen es einfach ist, Links zu teilen und auf dem aktuellen Stand zu sein. Das heißt, man ist in eine Social Media Plattform eingeloggt und sieht in der Randleiste was gerade Neues passiert ist. Das ganze gibts dann auch noch in verschiedenen Ausführungen mit beispielsweise Feedreader, etc.
Bei einer Google-Suche nach den aktuellen Programmen stößt man ganz schnell auf drei:

Jetzt möchte ich euch meine Meinung zu diesen Browsern mitteilen:

zu Fizzik:
Mir fiel bei Fizzik als erstes auf, dass die Tabs und die Adressleiste nicht wie gewohnt oben, sondern unten sind,
ansonsten ist Fizzik von der Oberfläche her recht simpel gehalten. Man hat rechts Oben bei der Lupe ein Suchfeld. In dieser Suchleiste kann man auf etlichen Seiten (Google, Twitter, ...) nach Inhalt suchen.
Links unten befindet sich ein Button mit dem man Teilen kann. Das heißt man drückt drauf und kann auswählen bei welchem Sozialen Netz gepostet wird und noch Kommentare anfügen.
Von einem integrierten Feedreader hab ich nichts gefunden.
Außerdem findet man nirgendwo ein richtiges Einstellungsmenü, was ich persönlich als sehr störend empfinde. Ein weiteres Manko ist die Geschwindigkeit. Man gibt etwas ein und der Browser reagiert einfach nicht und auch die Ladegeschwindigkeit lässt zu wünschen übrig. Ich finde Fizzik nicht sehr geeignet als Social Media Browser und
es scheint, als wäre Fizzik ein unvollendetes Projekt.


zu Flock:
Flock ist vom Design her schon wesentlich schöner als Fizzik, der Internetexplorer oder Firefox, das Design erinnert stark an Google Chrome. Auch die Bedienung scheint mir sehr intuitiv. Es gibt die von Firefox gewohnten Buttons (Vor + Zurück, etc.) und dazu nur zwei weitere, die wichtig sind. Rechts oben der 'Seitenleisten-Button' und der 'Optionen-Button'. Mit dem Knopf für die Seitenleiste kann man auf die 'All-in-one-Timeline' zugreifen und sieht sofort, was es an Neuigkeiten gibt. Von dieser Seitenleiste kann man auch seinen Status posten. Es ist sehr nützlich, dass man die Seitenleiste 'einklappen' kann und sich somit vollkommen auf die Arbeit konzentrieren. Internetseiten können über den links neben der Adressleiste angebrachten Button gepostet werden.
Kritisieren kann man spontan recht wenig.
Mich stört nur, dass man sich bei jedem neuen Öffnen des Browsers überall einloggen muss, was jedoch per Flock-Account umgangen werden kann.


zu Rockmelt:
Rockmelt ist wie Flock optisch sehr schick und geht auch wieder auf Google Chrome zurück. Es gibt mehrere wichtige Bedienelemente. Die linke Symbolleiste zeigt an, wer im Facebook-Chat online ist. In der rechten Leiste kann man Feeds abonnieren und sieht immer wenn etwas aktualisiert wurde. Ich habe beispielsweise meine Twitter-Timeline, die Facebook-Timeline, oder Blogs (floffimedia.de) und Neuigkeiten (Zeit online) angezeigt. Mit einem Klick auf das jeweilige Symbol öffnet sich eine breitere Seitenleiste, wo man chronologisch sortiert, die jüngsten Ereignisse sehen kann. Ein weiteres wichtiges Feature ist der 'Share-Button', den man rechts neben der Adressleiste findet.
Kritik habe ich bei Rockmelt wirklich garkeine,
aber andere Blogger meckern, dass Rockmelt ein Facebook-Browser sei.
Ich denke jeder sollte selbst entscheiden, ob und welchen Social Media Browser er verwendet.


20. November 2010

Wohin zur Hölle mit den Depressionen

Psychiatrien waren mir schon immer suspekt. Man muss sich ja nur mal vorstellen, was passieren würde, wenn die Medikamente ausgehen (nach der Apokalypse zum Beispiel). Ich bin froh, dass ich solche Einrichtungen noch nie von innen gesehen habe, also ich stell mir das so vor: die normalen Fälle sind im Erdgeschoss, je tiefer eine Etage, desto geisteskranker sind die Menschen und ganz im Keller sind die richtig schlimmen Fälle, so wie in diesem einen Hellraiser Film, ich weiß nicht mehr welcher.
Die Depression ("Bipolare Störung") ist ja heutzutage offiziell eine Krankheit, die aber weiter verbreitet ist als man denkt. Massenepidemie! Ich glaube das liegt an dem wirtschaftlichen Wohlstand hier in Europa, oder aber wir werden hypnotisiert. Fernseher! Die meisten Fernseher werden in kommunistischen, asiatischen und abgeriegelten Fabriken, zu denen schon lange kein Mensch mehr Zutritt hat, hergestellt. In den Fabriken gibt es dann den Oberroboter, der Imperator, der das Kommando hat, die anderen Roboter bauen in die Fernseher Kameras ein, oder noch kleinere Roboter, die steigen aus den Fernsehern dann raus, wenn wir schlafen und waschen unser Gehirn. So werden alle Menschen langsam aber sicher depressiv und geisteskrank, aber nicht schnell, sondern langsam, so langsam wie man an einer Bleivergiftung sterben würde, wenn man jeden Tag ein bisschen über sein Essen streut. Warum auch sonst bilden sich die Leute ein, man würde ein iPad brauchen?
Mit Depressionen ist allerdings nicht zu spaßen, 10-20% bringen sich um, 10 Jahre soll es dauern bis es zur korrekten Diagnose kommt, 30-40% sind drogensüchtig. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen und damit ist nicht nur der kleinen Mann von der Straße gemeint, die besten Musiker sind depressiv, Daniel Johnston, Elliott Smith und noch ein paar.


Obwohl ignorieren meistens das Beste ist, sollte man seine Depressionen nicht ignorieren, sicher hört man Gejammer nie gerne, mein Vater zum Beispiel ist sehr sentimental und weinerlich, das geht mir tierisch auf die Nerven, aber zur Not kann man sich ja jemanden ausdenken, dem man seine Sorgen erzählt (siehe: Gesprächspartner) oder man unterhält sich mit dem verwirrten Obdachlosen und seinem Tetrapackwein aus der U-Bahn...

Ganz ehrlich: auch wenn Gefühle schwul sind, sollte man sie zeigen und über seine Probleme reden, bla bla bla, man sollte auf keinen Fall in Benzodiazepinen und anderen verschreibungspflichtigen Medikamente versinken. Drogen sind doch insgesamt keine vernünftige Lösung, was soll das eigentlich alles? Bringt doch nichts außer Geldprobleme, Gehirnschäden und einen kaputten Körper, vorallem wenn man noch jung ist, wer will schon später "15 Jahre Haschisch" auf der Stirn geschrieben haben?

8. November 2010

Geständnis eines Ecstasy-Konsumenten

Beim Stöbern nach einem Blogthema bin ich auf eine Internetseite und einen Ecstasy-Artikel gestoßen. Ich habe selbst erst Ausschnitte gelesen, aber wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, sind wir bei v/s/a/a immer für solche Geschichten zu haben. Also hier ein kleiner Ausschnitt und am Ende des Artikels findet ihr einen Link, der zu dem kompletten Bericht führt.

"[...]

Und so nahm ich zum erstenmal E – oder X, EX, XTC, MDMA (Methylendioxymethamphetamin), auch ADAM genannt – weil ich meinem Sohn erlaubt hatte, mir welches zu verkaufen. Ich wurde sein Kunde, ein Käufer, ein zuverlässiger und regelmäßiger Abnehmer, das letzte Glied der Nahrungskette jenes Milliarden-Dollar-Geschäfts, das Tag für Tag und Stunde für Stunde in jeder großen Stadt und jedem kleinen Dorf in jedem Staat dieses Staatenbundes kaum behindert mit Waren betrieben wird, die von denen, die dafür bezahlt werden, dagegen zu "kämpfen", wie auch von denen, die sie verkaufen, "kontrollierte Substanzen" genannt werden. [...]
Ich empfehle dir, gelegentlich mal ein Rehabilitationszentrum zu besuchen. Dort wirst du schon in der ersten Stunde zwei Dinge lernen. Erstens, daß es auf dieser Welt Menschen gibt – manche davon recht bewundernswert, andere deutlich weniger –, die anfälliger für Süchte sind als andere; Süchtige hat es immer gegeben und wird es immer geben. Und zweitens, daß das "Einstiegs"-Argument als allzu vereinfachend nichts taugt.
Wir verlieren unsere Kinder nicht an Drogen.
Wir haben unsere Kinder verloren, weil wir weder Zeit noch Lust, weder die Charakterstärke noch den politischen Willen haben, in ihrem Namen das Richtige zu tun: den schwarzen Markt, der sie so erbarmungslos ausbeutet, und die daraus resultierende Kriminalität unter jugendlichen Ausreißern zu beseitigen, indem wir den Handel legalisieren, besteuern und in geordnete Bahnen lenken. [...]

Und hier kommt, mit einem Wort, einem ganz nüchternen, ja melancholischen Wort, was ich weiß: Lecker.
Ecstasy ist herrlich.
Oder, anders ausgedrückt, Ecstasy ist herrlich, und ich kann nur jedem, dessen Gesundheitszustand – physisch und psychisch – die Einnahme nicht geradezu unratsam erscheinen läßt, heftig, laut und nachdrücklich empfehlen, es einmal auszuprobieren. Junge und Alte, Männer und Frauen, Reiche und Arme, Schwule und Heteros, Schwarze und Weiße, Heilige und Sünder, Genies und Idioten, Christen und Juden und Moslems, Demokraten, Republikaner und Unabhängige, Gesetzgeber und Gesetzesbrecher, Herzensbrecher und gebrochene Herzen, sexuell Degenerierte und sexuell Enthaltsame, die ganze verdammte Regenbogenkoalition. (Ob ich vorsätzlich provoziere? Selbstverständlich. So sehr, wie ich es vollkommen ernst meine.)

[...]"

Interessante Meinung, die der Gute da vertritt, demnächst werde ich mich mal nach Berichten umschauen, die über die ganzen von uns vorgestellten Drogen eine negative Meinung haben.
Hier wie versprochen der Link

Und achso, ich werde Ecstasy auf keinen Fall probieren, falls Ihr das denkt.