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truman peyote
cnotime

23. September 2011

WAS will man im Internet lesen? WAS will man im Internet sehen? Ich glaube lesen so wenig wie möglich, es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich Menschen mit hohem Internetkonsum nach kurzen Textpassagen nicht mehr konzentrieren können. Ich schreibe hier also über ein völlig überflüssiges Medium. Es gibt viel zu viele Informationen. Allein das Musik-Angebot ruiniert die Musik an sich. Ich lade mir das Album einer dämlichen Band runter, hör mir das erste Lied an und lege den Ordner ins Archiv. Wenn ich mir früher eine CD gekauft habe, konnte ich jedes Lied nach unzähligem Hören auswendig; das passiert mir heute echt selten. Wenn ich mir ein Video ansehe, bin ich insgeheim froh, wenn es zu Ende ist. Das Internet ist einfach nichts Gutes. Das einzige, wofür ich dem Internet dankbar bin, und da bin ich glaube ich auch nicht alleine, ist die Pornografie. Davon gibt es glücklicherweise genügend. Amen.

1 Kommentar:

  1. Ich denke, bei den Texten kommt es auch immer stark auf die Erwartungshaltung an. Wird ein Artikel gut vermarktet und präsentiert, kenne ich den Autor schon vorher, lese ich auch längere Abhandlungen ohne Unterbrechung. Ich habe schon ganze Bücher auf hintergrundbeleuchteten Flüssigkristalldisplays konsumiert.

    Viel öfter ertappe ich mich aber tatsächlich dabei, dass ich auch bei interessanten Themen nach ein paar Absätzen abbreche und den Tab wechsle, um dann ein Video anzusehen oder Musik zu hören. Mittlerweile versuche ich mich im Überfliegen zu schulen, das erfordert ebenfalls Konzentration, wird aber auch der Schnelllebigkeit des Netzes gerecht.

    Grundsätzlich erzeugt Fortschritt natürlich immer das Problem der Unterbeschäftigung. Jeder kann heute dank moderner Technik sein Überleben mit ein paar wenigen Stunden Arbeit in der Woche garantieren. In der ständig wachsenden Freizeit verschwenden mir unsere Zeit dann wieder an die Maschinen, die uns die Freizeit erst ermöglicht haben. Bei Büchern ist die Hemmschwelle einfach zu groß, die passen nicht mehr in das Leben der minimierten Anstrengung.

    Aber für die Pornos bin ich wirklich dankbar.

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