Nach meinem Umzug nach Wien stelle ich mir viele Fragen. Eine der größten ist, werde ich dennoch teil der Szene bleiben? Werde ich wieder jeden Abend Marihuana rauchen? Werde ich hier endlich mal wieder eine Frau finden, die ich lieben kann? Questions over Questions.
Der Anfang hier scheint in eine gute Richtung zu gehen, ein schlechter Ausgangspunkt war nur meine Balkanreise vor 2 Wochen. Im Kosovo gibt es in jeder Apotheke alles verschreibungspflichtige frei. Manchmal wollen sie dich für das Codein sagen hören: "I have a prescription in Germany, i really need it for my cough and I am in strong pain." Doch dann bekommst du ganz einfach und sogar noch mit mitleidigen Blicken über dein vermeintliches Leiden eine 30er Packung Codein. Für 2,9€.
Aus diesem Urlaub habe ich natürlich jede Menge Medikamente mitgebracht, die es bei uns ohne Rezept nicht gibt. Die Benzodiazepingruppe war natürlich stark vertreten, weil es genau das ist, wonach ich suche. Ein schönes Glas Rotwein und dazu 1 oder 2 Xanax und schon merkst du, wie du entspannt wirst. Trinke noch drei Gläser Wein und du bist im Stande auf jedem Stuhl, auf jedem Tisch oder gar im Stehen einzuschlafen.
In dieser Zeit, in der du wirklich gut mit Downern versorgt bist und auch die fabelhafte Zutat Alkohol in deinen Rachen kippst, wirst du hin und wieder deinen Konsum steigern und dir wird auffallen, dass du dich an die letzte Woche nur mit schwerster Denkarbeit erinnern kannst. Geht es dann ans Ende der Packungen, fühlst du schon beim Anblick der letzten drei pinken Tabletten mit der Aufschrift "55upjohn" eine gewisse Enge im Hals.
Dann fragst du dich bereits, ob du heute Nacht schlafen können wirst. Natürlich verunsichert dich diese Frage und du steigerst dich, noch bevor die Sonne überhaupt ans Untergehenen denkt, soweit hinein, dass du das Gefühl hast, in den nächsten drei Tagen nicht schlafen zu können. Was natürlich auch nicht so unrealistisch ist, wenn man schon mal lange genug Hypnotika in Kombination mit rauhen Mengen Alkohol gemischt hat und dann gezwungen ist, kalt zu entziehen.
Was passieren wird, sobald alle Vorräte aufgebraucht sind, ist ein Moment bei dem sich alle innerkörperlichen Nationen um ihre Fernsehgeräte scharen werden, rastet der Protagonist aus, weil er den Entzug nicht erträgt? Ist vom Entzug durch Zufall garnichts zu merken? Überwiegt die Freude, dass der baldige Ritt nur aufwärts geht? Und bleibt eine Gier nach mehr?
21. September 2016
6. Mai 2016
Fuck man.
Irgendwie, irgendwann wirds dir zu vjel.
In dem Moment steigst du aus. Also richtig aus, neben Selbsthass, Heroin und bitterem Ernst gibt es dann fucking verschissene wenige Lösungen.
Gottseidank hat manch einer bessere (wenigstens temporäre Lösungswege), als einen schnöde tiefrot-braunen, schmierigen, ekligen Blutfleck im Waschbecken seines Lebens zu hinterlassen.
Basically, life sucks
At least if you drive nearly 200 kilometers for a girl, that you have fallen in love to.
But dont be heartbroken. You are not the first one. Actually, you are not even the ten thousands one.
Maybe just people dont like you. Or girls.
Or the people you like. Or the girls you like.
And the biggest problem of all still is, i neither have any weed, not any valium, lorazepam, what ever makes you give a shit about your deep feelings.
I feel like this is unguilty. But seriously,
What does my opinion call
Irgendwie, irgendwann wirds dir zu vjel.
In dem Moment steigst du aus. Also richtig aus, neben Selbsthass, Heroin und bitterem Ernst gibt es dann fucking verschissene wenige Lösungen.
Gottseidank hat manch einer bessere (wenigstens temporäre Lösungswege), als einen schnöde tiefrot-braunen, schmierigen, ekligen Blutfleck im Waschbecken seines Lebens zu hinterlassen.
Basically, life sucks
At least if you drive nearly 200 kilometers for a girl, that you have fallen in love to.
But dont be heartbroken. You are not the first one. Actually, you are not even the ten thousands one.
Maybe just people dont like you. Or girls.
Or the people you like. Or the girls you like.
And the biggest problem of all still is, i neither have any weed, not any valium, lorazepam, what ever makes you give a shit about your deep feelings.
I feel like this is unguilty. But seriously,
What does my opinion call
31. Dezember 2015
zwanzigfünfzehn
Was für ein Jahr.
Es fällt mir schwer einen sinnvollen Anfang dieses Artikels zu finden.
Eigentlich war 2015 ein beschissenes Jahr. Ich hatte gerade mal Sex mit einer Person, habe zwei Personen geküsst, aber dafür habe ich eine Unsumme für Drogen ausgegeben und meinen Inneren Organen einen Haufen Arbeit gebracht. Im Prinzip bin ich nicht stolz, auf das was ich getan habe, aber ich schaue gerne zurück auf die dunklen Phasen, die sich teils so schnell und tief aufgetan haben, ohne mir eine andere Gelegenheit zu geben, als mitzurutschen.
Zu Beginn des Jahres entdeckte ich Research Benzodiazepine für mich. Das sind Benzodiazepine, die minimal in ihrer chemischen Struktur verändert wurden und deshalb völlig legal im Internet käuflich sind. Der Rausch von Benzodiazepinen besteht darin, dass es dir das Gefühl gibt, alles sei in Ordnung, außerdem kann man nach der Einnahme prima schlafen. Ich wusste, dass diese Mittel ein unglaublich hohes Suchtpotential mit sich bringen, dachte jedoch, dass es kontrollierbar sein müsste. Außerdem hatte ich ja eh nur 25 Tabletten bestellt.
Als Mensch, der sich abends stundenlang im Bett mit Grübeln und Selbstzweifeln quält, statt einzuschlafen, verliebt man sich direkt Hals über Kopf in Benzos. So kam es, dass ich nach zwei Wochen mein Tablettenpäckchen suchte, in dem nach meiner Rechnung noch etwa 5-7 Stück verblieben sein müssten und ins Nachdenken kam, als noch eine Tablette übrig war und ich mich nicht an den Konsum des Rests erinnern konnte.
Einige Monate später gab es eine Gelegenheit an spottbilliges GBL zu kommen. Gamma-Butyrolacton ist eine Droge die in dieselbe Richtung wie Benzodiazepine wirkt, man wird schläfrig, ein bisschen betrunken und alles ist einem egal. Ich kaufte einige hundert Milliliter und konnte zuschauen, wie sich das Gefäß in den Abendstunden Tropfen für Tropfen leerte.
In dieser Zeit ging ich kaum an die Uni, wenn es Pflichttermine gab, war ich morgens meistens noch so betäubt, dass ich in den Vorlesungen nichts mitbekam und standen Praktika an, so wurde es nahezu normal und Vorraussetzung, davor ein Stimulanz (etwa ein Amphetamin oder Ritalin) zu konsumieren, um geistig auf der Höhe zu sein.
Der nächste Schritt, der mich fast ein wenig depressiv macht, ist, dass ich irgendwann die Entscheidung getroffen habe, mich vom "sexuellen Markt" zu nehmen. In meinem Kopf hat sich eine Denkweise breit gemacht, die mir suggeriert, ich sei durch meine temporären Süchte nicht attraktiv für Frauen. Das Doofe ist, dass das nicht nur ein Hirngespinst ist. Habe ich am Abend Downer eingenommen, fällt es mir wesentlich schwerer am nächsten Tag mit Frauen zu flirten. Ich meide es sogar, weil ich merke, dass aufgrund der noch leicht vorhandenen Sedierung, keine spontanen Einfälle zur Beantwortung von Flirts möglich sind.
Die Krönung und wie mir 2015 in Erinnerung bleiben wird, lässt sich am besten durch eine kleine Weihnachtsgeschichte erzählen.
Am 23. Dezember hatte zum ersten Mal in meinem Leben Ketamin. Um Weihnachten ein bisschen zu feiern, hatte ich mir außerdem ein Gramm Kokain erworben. So begann am 23. ein Koksgelage, das Abends mit einer elefantenbetäubenden Menge Ketamin beendet wurde.
Am 24. Dezember wachte ich auf und mir fiel auf, dass noch etwas Kokain übrig war. So gab es an Heilig Abend noch eine Nase Kokain zum Frühstück. Als ich abends mit meiner Familie feierte, verließ ich jede Stunde das Wohnzimmer, um eine Nase zu ziehen, zu masturbieren und danach einen Joint zu rauchen. Das Ketamin lag verlockend auf dem Nachttisch, blieb jedoch an diesem Abend unangetastet.
Am 25. Dezember nahm ich mir vor, ein wenig zu Entgiften und trank über den ganzen Tag verteilt 4 Liter Wasser. Abends schien es mir eine gute Idee Ketamin zu nehmen.
Am 27. Dezember hatte ich schlechte Laune und beim Durchsuchen meines Vorrats stolperte ich über 4 Milligram Clonazepam, 10 Milligram Valium und einen halben Milligramm Alprazolam. Allzuviel weiß ich nicht mehr von dem Tag, außer dass ich eine Freundin geküsst habe und die Folgen des Kusses bis jetzt absolut nicht abschätzen kann. Es ist ein beschissenes Gefühl, wenn dir eine Erinnerung fehlt und du weißt, dass sie definitiv nicht zurückkommen wird. Vorallem, wenn niemand dir angemerkt haben könnte, dass du momentan eine Rauschdosis Benzodiazepine und Alkohol im Blut hast, die bei Menschen ohne Toleranz instantan in einer Atemlähmung endet.
2015: Das sexlose Jahr der Sedativa, Erinnerungslücken und verlorener Freunde.
Es fällt mir schwer einen sinnvollen Anfang dieses Artikels zu finden.
Eigentlich war 2015 ein beschissenes Jahr. Ich hatte gerade mal Sex mit einer Person, habe zwei Personen geküsst, aber dafür habe ich eine Unsumme für Drogen ausgegeben und meinen Inneren Organen einen Haufen Arbeit gebracht. Im Prinzip bin ich nicht stolz, auf das was ich getan habe, aber ich schaue gerne zurück auf die dunklen Phasen, die sich teils so schnell und tief aufgetan haben, ohne mir eine andere Gelegenheit zu geben, als mitzurutschen.
Zu Beginn des Jahres entdeckte ich Research Benzodiazepine für mich. Das sind Benzodiazepine, die minimal in ihrer chemischen Struktur verändert wurden und deshalb völlig legal im Internet käuflich sind. Der Rausch von Benzodiazepinen besteht darin, dass es dir das Gefühl gibt, alles sei in Ordnung, außerdem kann man nach der Einnahme prima schlafen. Ich wusste, dass diese Mittel ein unglaublich hohes Suchtpotential mit sich bringen, dachte jedoch, dass es kontrollierbar sein müsste. Außerdem hatte ich ja eh nur 25 Tabletten bestellt.
Als Mensch, der sich abends stundenlang im Bett mit Grübeln und Selbstzweifeln quält, statt einzuschlafen, verliebt man sich direkt Hals über Kopf in Benzos. So kam es, dass ich nach zwei Wochen mein Tablettenpäckchen suchte, in dem nach meiner Rechnung noch etwa 5-7 Stück verblieben sein müssten und ins Nachdenken kam, als noch eine Tablette übrig war und ich mich nicht an den Konsum des Rests erinnern konnte.
Einige Monate später gab es eine Gelegenheit an spottbilliges GBL zu kommen. Gamma-Butyrolacton ist eine Droge die in dieselbe Richtung wie Benzodiazepine wirkt, man wird schläfrig, ein bisschen betrunken und alles ist einem egal. Ich kaufte einige hundert Milliliter und konnte zuschauen, wie sich das Gefäß in den Abendstunden Tropfen für Tropfen leerte.
In dieser Zeit ging ich kaum an die Uni, wenn es Pflichttermine gab, war ich morgens meistens noch so betäubt, dass ich in den Vorlesungen nichts mitbekam und standen Praktika an, so wurde es nahezu normal und Vorraussetzung, davor ein Stimulanz (etwa ein Amphetamin oder Ritalin) zu konsumieren, um geistig auf der Höhe zu sein.
Der nächste Schritt, der mich fast ein wenig depressiv macht, ist, dass ich irgendwann die Entscheidung getroffen habe, mich vom "sexuellen Markt" zu nehmen. In meinem Kopf hat sich eine Denkweise breit gemacht, die mir suggeriert, ich sei durch meine temporären Süchte nicht attraktiv für Frauen. Das Doofe ist, dass das nicht nur ein Hirngespinst ist. Habe ich am Abend Downer eingenommen, fällt es mir wesentlich schwerer am nächsten Tag mit Frauen zu flirten. Ich meide es sogar, weil ich merke, dass aufgrund der noch leicht vorhandenen Sedierung, keine spontanen Einfälle zur Beantwortung von Flirts möglich sind.
Die Krönung und wie mir 2015 in Erinnerung bleiben wird, lässt sich am besten durch eine kleine Weihnachtsgeschichte erzählen.
Am 23. Dezember hatte zum ersten Mal in meinem Leben Ketamin. Um Weihnachten ein bisschen zu feiern, hatte ich mir außerdem ein Gramm Kokain erworben. So begann am 23. ein Koksgelage, das Abends mit einer elefantenbetäubenden Menge Ketamin beendet wurde.
Am 24. Dezember wachte ich auf und mir fiel auf, dass noch etwas Kokain übrig war. So gab es an Heilig Abend noch eine Nase Kokain zum Frühstück. Als ich abends mit meiner Familie feierte, verließ ich jede Stunde das Wohnzimmer, um eine Nase zu ziehen, zu masturbieren und danach einen Joint zu rauchen. Das Ketamin lag verlockend auf dem Nachttisch, blieb jedoch an diesem Abend unangetastet.
Am 25. Dezember nahm ich mir vor, ein wenig zu Entgiften und trank über den ganzen Tag verteilt 4 Liter Wasser. Abends schien es mir eine gute Idee Ketamin zu nehmen.
Am 27. Dezember hatte ich schlechte Laune und beim Durchsuchen meines Vorrats stolperte ich über 4 Milligram Clonazepam, 10 Milligram Valium und einen halben Milligramm Alprazolam. Allzuviel weiß ich nicht mehr von dem Tag, außer dass ich eine Freundin geküsst habe und die Folgen des Kusses bis jetzt absolut nicht abschätzen kann. Es ist ein beschissenes Gefühl, wenn dir eine Erinnerung fehlt und du weißt, dass sie definitiv nicht zurückkommen wird. Vorallem, wenn niemand dir angemerkt haben könnte, dass du momentan eine Rauschdosis Benzodiazepine und Alkohol im Blut hast, die bei Menschen ohne Toleranz instantan in einer Atemlähmung endet.
2015: Das sexlose Jahr der Sedativa, Erinnerungslücken und verlorener Freunde.
12. August 2015
Vierzehn
Ich schreibe 14 auf mein Bein, genauer gesagt auf meinen Oberschenkel. Auf den Rechten. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mich selbst heraus gefordert habe, 14 Tage völlig ohne Konsum zu leben. Kein Kaffee, keine Zigarette, kein Alkohol. Alles was darüber hinausgeht schon garnicht.
Es ist ein Spiel, dass ich spiele. Ich selbst bin mein Gegner und der Einsatz ist mein Leben.
Ich weiß das klingt völlig lächerlich und es fällt mir schwer, doch ich möchte nicht weiter in diesem Zustand leben.
Ich hatte heute eine Grenzerfahrung die mich dazu gezwungen hat alles zu überdenken, sodass ich mein früheres Leben im Prinzip aufgeben muss. Das jetzige nüchterne Leben ist das wahre Leben. Es fällt mir schwer das momentan so zu akzeptieren und ich glaube noch nicht, dass das bis in mein Unterbewusstsein vorgedrungen ist. Aber ich weiß, dass ich nicht mehr warten darf.
Noch hat er die Oberhand. Der Gedanke, dass man durch Konsum alle Gefühle in sich hervorrufen kann und dadurch Macht gewinnt. Wieso sollte man Macht haben, wenn man sich von der wirklichen Welt in eine Unwirkliche flüchtet?
Ist es nicht Macht, wenn man sich der Welt stellt?
Ich weiß, ich schaffe das. Ich stehe auf meiner Seite.
Ich schreibe 14 auf mein Bein, genauer gesagt auf meinen Oberschenkel. Auf den Rechten. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mich selbst heraus gefordert habe, 14 Tage völlig ohne Konsum zu leben. Kein Kaffee, keine Zigarette, kein Alkohol. Alles was darüber hinausgeht schon garnicht.
Es ist ein Spiel, dass ich spiele. Ich selbst bin mein Gegner und der Einsatz ist mein Leben.
Ich weiß das klingt völlig lächerlich und es fällt mir schwer, doch ich möchte nicht weiter in diesem Zustand leben.
Ich hatte heute eine Grenzerfahrung die mich dazu gezwungen hat alles zu überdenken, sodass ich mein früheres Leben im Prinzip aufgeben muss. Das jetzige nüchterne Leben ist das wahre Leben. Es fällt mir schwer das momentan so zu akzeptieren und ich glaube noch nicht, dass das bis in mein Unterbewusstsein vorgedrungen ist. Aber ich weiß, dass ich nicht mehr warten darf.
Noch hat er die Oberhand. Der Gedanke, dass man durch Konsum alle Gefühle in sich hervorrufen kann und dadurch Macht gewinnt. Wieso sollte man Macht haben, wenn man sich von der wirklichen Welt in eine Unwirkliche flüchtet?
Ist es nicht Macht, wenn man sich der Welt stellt?
Ich weiß, ich schaffe das. Ich stehe auf meiner Seite.
23. Januar 2013
philosopher's notices
16:27 (Zeitnotiz t.00h)
Eistee komisch
16:45 (t.0.18h) Sicht Farben intensiver
leichtes Flimmern
oh, doch nicht so
Gehirn kribbelt, Kopf warm, Hände schwitzig
Fühle mich gut.
16:57 (t.0.30h) die Wände haben augen
schauen lieb, nicht böse
16:07 [17.07] (t.0.40h)
Plateu?
heftige Farben/Muster
Gedanken:
ich sollte diese Reflektionsart öfter
haben, mit der Kreativität arbeiten
13. Dezember 2012
lost
Ich habe mal irgendwann in einem Interview mit einem Star gelesen, dass er es gern hat, wenn er sich selbst verliert und nicht weiß ob er sich wiederfindet.
Das war ein schönes Zitat. Fand ich.
Viele Menschen erleben sofort eine tiefgehende Prägung, wenn sie andere Menschen mit einem Verhalten oder manchmal auch oberflächlicherem, wie einem Modestil, der ihnen gefällt, treffen. Ich glaube so ist es mir auch ergangen.
Ich habe mich verloren, aber ich weiß, dass ich mich wiederfinden werde. Vielleicht habe ich mich schon wiedergefunden, das vermag ich jetzt noch nicht zu sagen.
Ich denke wir sollten uns alle etwas mehr unseren wahren Freunden zuwenden, denen wir vertrauen, die uns sagen was gut für uns ist, auch wenn wir es nicht hören wollen.
Das war ein schönes Zitat. Fand ich.
Viele Menschen erleben sofort eine tiefgehende Prägung, wenn sie andere Menschen mit einem Verhalten oder manchmal auch oberflächlicherem, wie einem Modestil, der ihnen gefällt, treffen. Ich glaube so ist es mir auch ergangen.
Ich habe mich verloren, aber ich weiß, dass ich mich wiederfinden werde. Vielleicht habe ich mich schon wiedergefunden, das vermag ich jetzt noch nicht zu sagen.
Ich denke wir sollten uns alle etwas mehr unseren wahren Freunden zuwenden, denen wir vertrauen, die uns sagen was gut für uns ist, auch wenn wir es nicht hören wollen.
19. August 2012
deliriousness
Alle Elemente dieser Erzählung sind fiktiv und weder der Autor noch der Veröffentlicher möchten durch diese Publikation zum Drogenkonsum erheitern:
Ich hatte noch nie zuvor E. genommen.
Der Rausch begann damit, dass ich vor dem Club stand und mich mit jemandem unterhielt, doch plötzlich irgendwie wusste, dass die Tanzfläche und meine Fußsohlen sich gegenseitig benötigen. Die Tanzfläche war der richtige Ort. Rhythmus, unendliche Energie und Menschen braucht man im Drogenrausch. Es vergingen Stunden im Rausch, ja man möchte im Delirium sagen. Lichtshows und Rhythmen verschwammen zu einer bunten Zusammenstellung aus Glücklichkeit und hinterließen lediglich dunkle Schweißspuren auf meinem T-Shirt.
Als mein Rausch nachlies, ging ich auf die Herrentoilette, wo auf einer Fensterbank normalerweise jegliche pulverförmige Drogen zuerst verstreut und dann konsumiert werden und an diesem Abend bestimmt für einige Räusche genug, größtenteils weißes Pulver, um eben diese Reste zu probieren.
Da die Mundschleimhaut unter der Zunge recht viel aushält und dennoch einen schnellen, intensiven Rausch induzieren kann, dippte ich meinen Finger in die Reste des mir unbekannten Drogencocktails und schmierte sie mir direkt danach unter meine Zunge. Drei Finger unter die Zunge, zwei hoch in die Nase.
Im Mund hatte das Stoffgemisch keinen spezifischen Geschmack. Natürlich, es waren einige Amphetamine dabei, vielleicht etwas MDMA, ein unbekannt chemischer Geschmack und etwa ein wenig Taubheit? - Ja, meine Nase ist ebenfalls etwas taub.
Kurz nachher merke ich die Wirkung dieses Gemisches. Ich habe noch mehr Energie, eine volle Portion Selbstbewusstsein, gleichzeitig Empathie und subjektiv eine schärfere, schnellere, optische Wahrnehmung.
Die Nacht fand ein Ende mit etwas Marihuana, gerade als erste Strahlen der Sonne am Horizont sichtbar wurden.
So komme ich also zuhause an, ich frage mich, wie lange dieser aktive und wache Zustand noch bei mir bleibt.
Doch selbstverständlich ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Ich wollte mir den Schweiß, den Gestank und den Rauch der Nacht abduschen, da hörte ich während ich dusche in meiner Wohnung Stimmen. Ich versuche zu hören ob es nur Halluzinationen oder doch tatsächliche Stimmen waren.
Es musste jemand in meiner Wohnung sein, ich wusste es. Außerdem wusste ich, dass ich auf einer mir unbekannten Mischung mehr oder weniger harten, psychedelischen, stimulierenden, sedierenden Mitteln war.
Ich durchsuchte mein Haus. Niemand.
Wurde ich verrückt und paranoid durch die lange Nacht und durch den Substanzkonsum? [...]
25. Juni 2012
3. Juni 2012
15. Mai 2012
So saß ich da, nach einer längeren Phase des Tests von Methoxetaminen. Ich hatte noch etwas im Beutel, eine kleine Menge, die nicht mal mehr für eine Bewusstseinsauflösung reichen würde, aber ich dachte mir, so bekifft wie ich bin, hau ich mir das auch noch rein. Gesagt, getan. Unter die Zunge etwas und den Rest als Line durch die Nase.
Jetzt höre ich harte Musik, die meine Wahrnehmung derart beeinflusst, dass es schwer ist zu kommunizieren.
Oft wird der Rausch der durch Methoxetamine, Derivate des Ketamins, eine Designerdroge induziert wird, als "Schnitt durch die Bewusstseinsebene" empfunden. Dieses Gefühl habe ich ebenfalls. Das sonst durchgehende Bewusstsein, bei dem wir dauerhaft wissen was wir tun ist bei einem derartigen Rausch zerschnitten. So kommt es oft vor, dass man sich während man etwas tut erst bewusst wird, was gerade geschieht. Mein Computer mutiert zu einer Schreibmaschine wie bei Hunter S. Thompson. Es ist anstrengend die Finger über die Tastatur flitzen zu lassen.
Mir fällt wenig ein was ich momentan schreiben könnte, höchstens über ein gewisses Kribbeln im Kopf und den Augen, dem ganzen Körper, dass mich Musik nur auf dem rechten Ohr schwer nach Rechts zieht und dass das Bild, dass ich durch meine Augen wahrnehme irgendwie unreal und ständig nachziehend wirkt. Kommunikation ist kompliziert, weil man selber nicht mehr weiß, wie ein richtiger Satz, oder ein richtiges Wort auszusehen hat.
Die Schriftart die ich in Blogger gerade habe, gibt mir ein Gefühl der Seriösität, das derart beeindruckend ist, sodass meine Wahrnehmung anders reagiert als sonst. Es ist eine ernste Droge, man kann sich selbst darin finden, verlieren und wiederfinden. Die Kombination mit Cannabisprodukten ist zu empfehlen. Musik hört sich übertrieben gut an. Körpergefühl gibt es beinahe nicht. Daher passieren auch viele Tippfehler.
Es ist interessant wie die Musik mein Tippverhalten beeinflusst, schneller Beat, kurze Kommahaltige Sätze, recht sachlich, hackendes Tippen. Lautstärke bestimmt die Intensität mit der ich die Tastatur betätige.
Hatte heute die höchste Dosierung bisher. Zeitgefühl ist komplett verloren, Ego ist komplett verloren, Wahrnehmung ist komplett verschoben, (tatsächlich fühl ich mich wie in einem Aufzug der rauf und runter fährt) interessant. Ein Bewusstsein? Ein Erweitertes.
Jetzt höre ich harte Musik, die meine Wahrnehmung derart beeinflusst, dass es schwer ist zu kommunizieren.
c.: "Dachte vorher als ich im Bett lag: "Wow, du darfst jetzt keinen Aufwand scheuen um zu Schreiben." Und es war einfach richtig. Total korrekt."Stieß dann auf das neue Design von Blogger und machte mir noch einen Rest-Drink und war echt verwirrt. Doch ich glaube jetzt läuft es.
Oft wird der Rausch der durch Methoxetamine, Derivate des Ketamins, eine Designerdroge induziert wird, als "Schnitt durch die Bewusstseinsebene" empfunden. Dieses Gefühl habe ich ebenfalls. Das sonst durchgehende Bewusstsein, bei dem wir dauerhaft wissen was wir tun ist bei einem derartigen Rausch zerschnitten. So kommt es oft vor, dass man sich während man etwas tut erst bewusst wird, was gerade geschieht. Mein Computer mutiert zu einer Schreibmaschine wie bei Hunter S. Thompson. Es ist anstrengend die Finger über die Tastatur flitzen zu lassen.
Mir fällt wenig ein was ich momentan schreiben könnte, höchstens über ein gewisses Kribbeln im Kopf und den Augen, dem ganzen Körper, dass mich Musik nur auf dem rechten Ohr schwer nach Rechts zieht und dass das Bild, dass ich durch meine Augen wahrnehme irgendwie unreal und ständig nachziehend wirkt. Kommunikation ist kompliziert, weil man selber nicht mehr weiß, wie ein richtiger Satz, oder ein richtiges Wort auszusehen hat.
Die Schriftart die ich in Blogger gerade habe, gibt mir ein Gefühl der Seriösität, das derart beeindruckend ist, sodass meine Wahrnehmung anders reagiert als sonst. Es ist eine ernste Droge, man kann sich selbst darin finden, verlieren und wiederfinden. Die Kombination mit Cannabisprodukten ist zu empfehlen. Musik hört sich übertrieben gut an. Körpergefühl gibt es beinahe nicht. Daher passieren auch viele Tippfehler.
Es ist interessant wie die Musik mein Tippverhalten beeinflusst, schneller Beat, kurze Kommahaltige Sätze, recht sachlich, hackendes Tippen. Lautstärke bestimmt die Intensität mit der ich die Tastatur betätige.
Hatte heute die höchste Dosierung bisher. Zeitgefühl ist komplett verloren, Ego ist komplett verloren, Wahrnehmung ist komplett verschoben, (tatsächlich fühl ich mich wie in einem Aufzug der rauf und runter fährt) interessant. Ein Bewusstsein? Ein Erweitertes.
13. Mai 2012
Wer sind diese Schweine - als anerkannter Süchtiger verlange ich, in Ruhe gelassen zu werden - trink das Eukalyptusöl - Skalen und Knöpfe und immer noch high wie ein Freakmännchen, angeschlossen an die Vibrationen der Flugzeugmotoren - ein Beutel Acid und eine Kreditkarte für Fluggesellschaften, wie wär's damit - Neigungswinkel, Schaukeln, Kursabweichung kalkulieren - keine Bewegung spürbar in diesem Flugzeug - nur das Surren - die Telefone - das High wie auf Acid, Kribbeln und seltsame, durchdrigende Vibrationen. Kann jemand das tote Tier vom Sitz nehmen - unter den Vordersitz verstauen - wo bleibt der Drink?
Hunter S. Thompson: Screwjack, Stories; S. 32f
Hunter S. Thompson: Screwjack, Stories; S. 32f
11. Mai 2012
Autismus, Inzest und Einhörner
Vor kurzem bin ich über die Website von Ursula gestoßen. Ursula ist Autistin. Autismus ist eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns. Ursula malt, bastelt und schreibt (unironisch) unglaublich gute Geschichten. Erotische Geschichten über Vampire, Pferde, Einhörner, Inzest, Skateboards und bisexuelle Fantasien. Geschichten, die so skurril, bizarr und ehrlich sind, wie sie wohl kein gesunder Mensch schreiben könnte ("Die Geschichte handelt von einer nymphomanischen Vampirin, die hübsche männliche Models sammelt. Ich habe sie etwas erotischer geschrieben.").
Ursula hat ihr Leben aufgeschrieben; folgende Ausschnitte finde ich besonders gut:
"Zumindest war ich Fan von „Modern Talking“ und vor allem von Thomas Anders, ich fand seine langen schwarzen Haare so toll. Ich habe sie immer gemalt im Kindergarten. Auch das Weben und Laternen Basteln fand ich toll.
Ich habe damals mit dem Enkel meiner Nachbarn immer im Garten im Sandkasten gespielt, mit der Enkelin der anderen Nachbarn im Partykeller getanzt und oft Ententanz gehört. Und dann haben wir Gänseblümchen gepflückt und Floristin gespielt.
Mit einem anderen Nachbarmädchen habe ich auch gespielt, meistens im Garten und ich fand ihr Schaukelpferd immer so toll. Einmal habe ich das Trockenfutter ihrer Katze gegessen, als ich sechs war und deswegen etwas Ärger bekommen.
Als ich in der Grundschule war, habe ich noch einen „Glas -und Seidenmalerei-Kurs“ in der Nähe des Kindergartens gemacht. Zu der Zeit war ich auch ein großer Boris Becker-Fan. Meine Eltern haben alle „Bravos“ gekauft, damit ich einen Starschnitt in Lebensgröße an der Tür bekam. Außerdem sagten sie zu Erbsen immer „Tennisbälle“, damit ich sie aufesse.
Auch hatte ich eine kurze „Aha“-Phase.
Wegen „Modern Talking“ und Boris Becker zieht mich mein Bruder heute noch auf.
Einmal hat mein ältester Bruder, bei dem ich manchmal im Zimmer war und mit ihm Spaß gemacht habe und er mir manchmal Musik aufgenommen hat, eine Party gemacht, wo nicht nur Freunde von ihm sondern ganz viele andere Jugendliche gekommen sind, die wir nicht kannten. Einer, den ich süß fand, hat mit meinem Bruder in der Küche Rühreier gebraten. Er hat einen Witz gemacht: „Das sind meine Eier.“ Mein Bruder kam zu mir und fragte ob ich auch ein Ei essen möchte. Ich habe nein gesagt und Angst bekommen, weil ich wirklich dachte, das wären die Hoden von dem süßen Typen.
Ich selber fand es dort noch schlimmer, ich war frühreif und hatte mit 9 Jahren schon meine erste Periode. Deswegen haben die Jungs mich geärgert, mir an die Brust gefasst und immer „sexy Baby“ zu mir gesagt. Wenn ich mit ihnen alleine war, haben sie noch schlimmere Sachen gemacht (was ich hier nicht erzählen will). Ich habe immer geschrien und geweint. Den Betreuern war es aber egal und sie hielten mein Verhalten für übertrieben.
Ich war auch zum ersten Mal in zwei Jungs verliebt. Ich war zwar erst neun, aber mein Interesse galt zwei 14jährigen aus der Nachbargruppe. Sie waren nicht gleichzeitig dort, sondern der eine war der Nachfolger des anderen. Natürlich hatte ich keine Chancen, ich bin ihnen aber immer hinterher gerannt wenn ich sie sah. Einmal habe ich die Gangschaltung am Fahrrad von einem verstellt, um seine Aufmerksamkeit zu kriegen. Die bekam ich auch, er hat einen Wutanfall bekommen und mich angeschrien. Aber irgendwie fand ich es toll.
Ich hatte eine blonde polnische beste Freundin, die mich oft besuchte aber mich total ausgenutzt hat. Ich habe meine wertvolle heissgeliebte Glanzbilder-Sammlung gegen wertlose Zeitungsschnippel mit ihr getauscht. Darüber ärgere ich mich heute noch. Außerdem sammelte ich Porzellanpferde und Playmobil Ponies und Ponyhöfe, die ich immer ordentlich aufbaute.
Ich hatte nur eins im Kopf, ich wollte diesen Jungen besitzen, ohne auf seine Gefühle zu achten.
Ich schaute ihn mir noch mal genauer an und dadurch war ich plötzlich auch in ihn verknallt. Er war ein süßer rothaariger Knabe, der sich ziemlich cool tat, weil er ein Jahr älter war. Ich weiß nicht mehr so genau, wie ich die Adresse der beiden Jungs raus bekam und erfuhr, dass sie sich immer auf dem Spielplatz im Park trafen. Die letzten drei oder vier Wochen vor den Sommerferien, lief ich ihnen immer hinterher, auf den Spielplatz oder vor ihre Haustür ohne mich zu trauen bei ihnen zu schellen. Der Rothaarige fand das noch nerviger und reagierte unfreundlicher als mein anderer Schwarm. Aber das war mir so ziemlich egal, ich war zur Stalkerin von beiden Jungs geworden.
Thommy wurde am Anfang an einer Leine nach draußen gelassen, damit er sich erst mal an die Umgebung gewöhnte, auch wenn die Leute komisch schauten. Danach bekam er Freigang und musste nachts immer rein. Als Thommy ca. ein Jahr alt war, hatte er eine junge Freundin namens Niki, eine bildschöne Schildpatt-Katze, aber noch sehr jung, die beiden saßen immer zusammen in der Scheune im Garten und haben geschmust. Eines abends kam ein Mann zu uns und sagte, er habe eine Katze überfahren. Ich dachte zuerst, das wäre Thommy aber dann sind meine Eltern schauen gewesen und haben gesehen, dass es die kleine Niki war.
Ich habe Thommy auf den Arm genommen und ihm ins Gesicht gesehen und geweint. Dabei habe ich immer gesagt: „Niki ist tot, deine Freundin Niki ist tot.“ Thommy hat mich so geschockt angesehen, als hätte er jedes Wort verstanden.
Thommy freundete sich auch bald mit Moritz an, der irgendwann so alt und krank war, dass er nur noch auf der Mülltonne saß und von dicken Fliegen umflogen wurde, er hat zu lange gelitten und wurde zu spät eingeschläfert.
Ich verstand mich mit einigen Mädchen ganz gut, vor allem mit zwei Fettsüchtigen und einer magersüchtigen Türkin, die lieber ein Junge sein wollte und immer auf den Boden gespuckt hat.
Er spielte mit einem anderen Jungen Tischtennis auf dem Zwischenflur. Ich glaube es war Liebe auf den ersten Blick. Etwas größer als ich, aber sehr durchtrainiert und reif für einen 14 Jährigen. Er war blond, hatte blaue Augen, kurze kräftige Finger und trug immer ein Muskelshirt und eine enge Radlerhose, wo man alles sah. Ich fand ihn megasüß und sehr sexy.
Ich schwebte im siebten Himmel, ich spürte sein ganzes Gewicht auf mir, ich hatte überall Gänsehaut und er, mein wunderschöner Traumboy, küsste wie ein junger Gott. Ich habe die Stelle später gesucht, als ich mit meinen Eltern auch dort hin ging. Ich hatte ihnen gesagt, er hätte mich hier abgeknutscht. Was sie nicht so toll fanden.
Ich gebe offen zu, dass ich seit ein paar Jahren auch in Sexshops gehe, in die Erotik-Abteilung in der Videothek oder mir die entsprechenden Seiten im Internet ansehe, aber nur so weit es kostenlos ist.
Bis auf wenige Ausnahmen dominieren bei mir zwei verschiedene Männertypen. Entweder Männer mit blonden oder roten Haaren und am besten mit Sommersprossen. Oder Typen, die einfach große Nasen in ihrem schönen Gesicht haben, am besten Haken- oder Adlernasen."
Ihre Bilder sind sehr interessant. Sie malt die Beatles, Ringo Starr mit Brüsten, Wölfe, erotische Bilder von Männern mit Flügeln und glückliche Einhörner.





Ursula hat sogar ihre Bilder öffentlich ausgestellt:
Ursula hat ihr Leben aufgeschrieben; folgende Ausschnitte finde ich besonders gut:
"Zumindest war ich Fan von „Modern Talking“ und vor allem von Thomas Anders, ich fand seine langen schwarzen Haare so toll. Ich habe sie immer gemalt im Kindergarten. Auch das Weben und Laternen Basteln fand ich toll.
Ich habe damals mit dem Enkel meiner Nachbarn immer im Garten im Sandkasten gespielt, mit der Enkelin der anderen Nachbarn im Partykeller getanzt und oft Ententanz gehört. Und dann haben wir Gänseblümchen gepflückt und Floristin gespielt.
Mit einem anderen Nachbarmädchen habe ich auch gespielt, meistens im Garten und ich fand ihr Schaukelpferd immer so toll. Einmal habe ich das Trockenfutter ihrer Katze gegessen, als ich sechs war und deswegen etwas Ärger bekommen.
Als ich in der Grundschule war, habe ich noch einen „Glas -und Seidenmalerei-Kurs“ in der Nähe des Kindergartens gemacht. Zu der Zeit war ich auch ein großer Boris Becker-Fan. Meine Eltern haben alle „Bravos“ gekauft, damit ich einen Starschnitt in Lebensgröße an der Tür bekam. Außerdem sagten sie zu Erbsen immer „Tennisbälle“, damit ich sie aufesse.
Auch hatte ich eine kurze „Aha“-Phase.
Wegen „Modern Talking“ und Boris Becker zieht mich mein Bruder heute noch auf.
Einmal hat mein ältester Bruder, bei dem ich manchmal im Zimmer war und mit ihm Spaß gemacht habe und er mir manchmal Musik aufgenommen hat, eine Party gemacht, wo nicht nur Freunde von ihm sondern ganz viele andere Jugendliche gekommen sind, die wir nicht kannten. Einer, den ich süß fand, hat mit meinem Bruder in der Küche Rühreier gebraten. Er hat einen Witz gemacht: „Das sind meine Eier.“ Mein Bruder kam zu mir und fragte ob ich auch ein Ei essen möchte. Ich habe nein gesagt und Angst bekommen, weil ich wirklich dachte, das wären die Hoden von dem süßen Typen.
Ich selber fand es dort noch schlimmer, ich war frühreif und hatte mit 9 Jahren schon meine erste Periode. Deswegen haben die Jungs mich geärgert, mir an die Brust gefasst und immer „sexy Baby“ zu mir gesagt. Wenn ich mit ihnen alleine war, haben sie noch schlimmere Sachen gemacht (was ich hier nicht erzählen will). Ich habe immer geschrien und geweint. Den Betreuern war es aber egal und sie hielten mein Verhalten für übertrieben.
Ich war auch zum ersten Mal in zwei Jungs verliebt. Ich war zwar erst neun, aber mein Interesse galt zwei 14jährigen aus der Nachbargruppe. Sie waren nicht gleichzeitig dort, sondern der eine war der Nachfolger des anderen. Natürlich hatte ich keine Chancen, ich bin ihnen aber immer hinterher gerannt wenn ich sie sah. Einmal habe ich die Gangschaltung am Fahrrad von einem verstellt, um seine Aufmerksamkeit zu kriegen. Die bekam ich auch, er hat einen Wutanfall bekommen und mich angeschrien. Aber irgendwie fand ich es toll.
Ich hatte eine blonde polnische beste Freundin, die mich oft besuchte aber mich total ausgenutzt hat. Ich habe meine wertvolle heissgeliebte Glanzbilder-Sammlung gegen wertlose Zeitungsschnippel mit ihr getauscht. Darüber ärgere ich mich heute noch. Außerdem sammelte ich Porzellanpferde und Playmobil Ponies und Ponyhöfe, die ich immer ordentlich aufbaute.
Ich hatte nur eins im Kopf, ich wollte diesen Jungen besitzen, ohne auf seine Gefühle zu achten.
Ich schaute ihn mir noch mal genauer an und dadurch war ich plötzlich auch in ihn verknallt. Er war ein süßer rothaariger Knabe, der sich ziemlich cool tat, weil er ein Jahr älter war. Ich weiß nicht mehr so genau, wie ich die Adresse der beiden Jungs raus bekam und erfuhr, dass sie sich immer auf dem Spielplatz im Park trafen. Die letzten drei oder vier Wochen vor den Sommerferien, lief ich ihnen immer hinterher, auf den Spielplatz oder vor ihre Haustür ohne mich zu trauen bei ihnen zu schellen. Der Rothaarige fand das noch nerviger und reagierte unfreundlicher als mein anderer Schwarm. Aber das war mir so ziemlich egal, ich war zur Stalkerin von beiden Jungs geworden.
Thommy wurde am Anfang an einer Leine nach draußen gelassen, damit er sich erst mal an die Umgebung gewöhnte, auch wenn die Leute komisch schauten. Danach bekam er Freigang und musste nachts immer rein. Als Thommy ca. ein Jahr alt war, hatte er eine junge Freundin namens Niki, eine bildschöne Schildpatt-Katze, aber noch sehr jung, die beiden saßen immer zusammen in der Scheune im Garten und haben geschmust. Eines abends kam ein Mann zu uns und sagte, er habe eine Katze überfahren. Ich dachte zuerst, das wäre Thommy aber dann sind meine Eltern schauen gewesen und haben gesehen, dass es die kleine Niki war.
Ich habe Thommy auf den Arm genommen und ihm ins Gesicht gesehen und geweint. Dabei habe ich immer gesagt: „Niki ist tot, deine Freundin Niki ist tot.“ Thommy hat mich so geschockt angesehen, als hätte er jedes Wort verstanden.
Thommy freundete sich auch bald mit Moritz an, der irgendwann so alt und krank war, dass er nur noch auf der Mülltonne saß und von dicken Fliegen umflogen wurde, er hat zu lange gelitten und wurde zu spät eingeschläfert.
Ich verstand mich mit einigen Mädchen ganz gut, vor allem mit zwei Fettsüchtigen und einer magersüchtigen Türkin, die lieber ein Junge sein wollte und immer auf den Boden gespuckt hat.
Er spielte mit einem anderen Jungen Tischtennis auf dem Zwischenflur. Ich glaube es war Liebe auf den ersten Blick. Etwas größer als ich, aber sehr durchtrainiert und reif für einen 14 Jährigen. Er war blond, hatte blaue Augen, kurze kräftige Finger und trug immer ein Muskelshirt und eine enge Radlerhose, wo man alles sah. Ich fand ihn megasüß und sehr sexy.
Ich schwebte im siebten Himmel, ich spürte sein ganzes Gewicht auf mir, ich hatte überall Gänsehaut und er, mein wunderschöner Traumboy, küsste wie ein junger Gott. Ich habe die Stelle später gesucht, als ich mit meinen Eltern auch dort hin ging. Ich hatte ihnen gesagt, er hätte mich hier abgeknutscht. Was sie nicht so toll fanden.
Ich gebe offen zu, dass ich seit ein paar Jahren auch in Sexshops gehe, in die Erotik-Abteilung in der Videothek oder mir die entsprechenden Seiten im Internet ansehe, aber nur so weit es kostenlos ist.
Bis auf wenige Ausnahmen dominieren bei mir zwei verschiedene Männertypen. Entweder Männer mit blonden oder roten Haaren und am besten mit Sommersprossen. Oder Typen, die einfach große Nasen in ihrem schönen Gesicht haben, am besten Haken- oder Adlernasen."
Ihre Bilder sind sehr interessant. Sie malt die Beatles, Ringo Starr mit Brüsten, Wölfe, erotische Bilder von Männern mit Flügeln und glückliche Einhörner.





Ursula hat sogar ihre Bilder öffentlich ausgestellt:
19. Februar 2012
1-benzofuran-6-ylpropan-2-amine
1-Benzofuran-6-yl-propan-2-amin ist eine schöne chemische Substanz, die im Internet zu Forschungszwecken gekauft werden kann. Ich habe die Ehre gehabt es zu testen. Ich bestellte mir eine Packung mit drei vollständigen Dosen.
Das schönste ist, es ist vollkommen legal.

Das Pülverchen ist zunächst recht unscheinbar, es ist fast weiß, mit einer leicht bräunlichen Note. Bevor man es testet, sollte man einen nasalen Allergietest machen, derart, dass man einfach wenige Milligramm schnupft und auf irgendwelche allergischen Reaktionen wartet. Bei mir gab es keine Probleme.
Es gibt mehrere Wege die Substanz zu konsumieren, man kann sie schnupfen, sie sich unter die Zunge schmieren oder sie einfach schlucken. Ich entschied mich für eine Mischform und ich wollte mir es gleich richtig geben. Ich schniefte eine Line, warf eine Kapsel gefüllt mit Pulver und strich mir etwas unter die Zunge.
Im folgenden werde ich einfach ein paar Emails, die ich an einen Freund verfasst habe veröffentlichen:
t+ 0.00: Ok. Ich habs gedropped und ne line geschnieft.
Bin gespannt.t+ 1.30: Wow. Als du anriefst bin ich rumgelegen weil mir kalt war. Dann bin ich aufgestanden und im stehen oder laufen ist der rausch wahnsinn. Alles verzieht sich ein wenig, die farben passen garnicht mehr zu den gegenständen.
Jetzt sitze ich wieder und sobald man sich auf etwas konzentriert, verschwindet der rausch komplett. Schau ich vom Handy auf, bin ich wieder in ganz anderen galaxien. Ich habe aber einen bemerkenswert klaren kopf, keine pupillen oder blässe. Ich glaube man merkt mir den rausch kaum an.
Es ist schön, auch wenn ich einen abartigen Bodyload hab (komische gefühle im körper)..
t+ 1.50: Was ein wenig nervt ist das wärme kälte empfinden. Mir ist kalt (bzw. Kommt es mir so vor), aber ich schwitze.
t+ 2.40: Ist wurst, was ich gerade tue, ich liebe es.
und gerade schaue ich futurama, davor habe ich gta 4 gespielt.
es ist so bemerkenswert, wenn man rumläuft ist der rausch voll mdma mäßig und wenn man was anschaut oderso dann voll amphe-mäßig (bzw. so wie ich es mir vorstellen würd)...
t+ 3.10: Es ist schön so einen langen trip zu haben. Nur habe ich angst, dass er zu schnell vorbeigeht. Ich würde gerne etwas nachlegen.
Erlebnisse sind total spirituell. Ich schaute mich gerade fünf minuten im spiegel an und war kurz gänzlich von meinem bewusstsein gelöst. Hätte nicht die schöne zeit des trips mit computerspielen und videos verbringen sollen. Aber ich hab es vor 3 Stunden genommen (so lang ist das schon her! - wow kommt mir kürzer vor) also hält dieaer zustand noch etwa zwei drei stunden und dann sollt ich langsam runterkommen.
Fuck ich will wirklich nachlegen. :/
t+ 3.40: Ich schätze ich kann dir erst morgen beschreiben wie es ist von dem zeug runterzukommen. Aber gerade ist es einfach geil. Nur geil.
Der geschmack und die wasserbenötigende wirkung ist zwar beides nicht so cool, aber ich trinke einfach schon den ganzen tag tee und wasser und kann garnicht genug davon bekommen.
Essen mag ich nichts, aber werde mir nachher bevor wir weggehn ne pizza reinschieben.
Meine Eltern scheinen den trip nicht zu bemerken, aber in meinem kopf ist es einfach wie in einer schönen heilen welt.
Nagut, das klang jetzt total übertrieben hippie, so ist es nicht. Es ist manchmal fast wie im Normalzustand und manchmal fließt das serotonin durch dein gehirn. Du merkst es ein bisschen. Ein kribbeln im kopf.
Ich bin beeindruckt, ehrlich.
Der geschmack und die wasserbenötigende wirkung ist zwar beides nicht so cool, aber ich trinke einfach schon den ganzen tag tee und wasser und kann garnicht genug davon bekommen.
Essen mag ich nichts, aber werde mir nachher bevor wir weggehn ne pizza reinschieben.
Meine Eltern scheinen den trip nicht zu bemerken, aber in meinem kopf ist es einfach wie in einer schönen heilen welt.
Nagut, das klang jetzt total übertrieben hippie, so ist es nicht. Es ist manchmal fast wie im Normalzustand und manchmal fließt das serotonin durch dein gehirn. Du merkst es ein bisschen. Ein kribbeln im kopf.
Ich bin beeindruckt, ehrlich.
t+ 4.00: Witzig ist dass du immer wieder denkst: "schade der zauber ist vorbei". Dann stehst du auf und tanzt bisschen und es geht wieder weiter.
Freude
Freude
16. Februar 2012
Ich heiß Brigitte
Also da steht dieser Karton von zweitausendeins, da wo ich mein Boris Vian - Schaum der Tage bestellt habe. Ich freu mich nun tierisch und mach den Karton auf, hoffe auf ein nicht allzu dickes Buch, das ich mir in die hintere Jeanstasche stecken kann, folglich auf ein Taschenbuch. Mach ich auf, und BAMM strahlt mir das Artwork ins Auge. Aber dann gleich das nächste. Direkt drunter steht: "Brigitte - Die Liebesromanreihe, 15". Das Buch wurde vom Verlag eines Frauenmagazins herausgegeben! BITCH PLEASE, ich glaube nun wirklich nicht, dass das ein Buch ist (auch wenn ichs ja noch nicht gelesen habe), das für verzweifelte Hausfrauen geeignet ist.
Pisse.
Aber die Tatsache, dass es wahrscheinlich für Frauen herausgegeben wurde, lässt also Erklärungen auf die Dicke des Buches geben: Es ist zwar relativ fett, aber extrem groß gedruckt, mit vieeeel Platz an der Seite, also stellt sich mir die Frage: Haben Frauen schlechte Augen, oder lese ich zu wenig gebundene Bücher, sodass ich hiervon allzu überrascht bin?
Wie auch immer, es ist eine richtige Liebesgeschichte (hab ich ehrlichgesagt nicht gedacht, habs auf gut Glück gekauft), aber eine total surreale, denn am Ende stellt sich das Problem, dass der Dame eine Seerose in der Lunge wächst, was ihrem Leben nciht unbedingt vorteilhaft sein wird. Ich lese es trotzden. Sogar wenn ich den Papiereinband weggemacht habe, ist noch aurf den Buchrand geprägt: "Brigitte", darunter ein richtig fettes Herz, wo eine 14 oder 15 drüber steht.
Vielleicht werde ich mal Hausfrau.
(geschrieben von banjos against incest)
Pisse.
Aber die Tatsache, dass es wahrscheinlich für Frauen herausgegeben wurde, lässt also Erklärungen auf die Dicke des Buches geben: Es ist zwar relativ fett, aber extrem groß gedruckt, mit vieeeel Platz an der Seite, also stellt sich mir die Frage: Haben Frauen schlechte Augen, oder lese ich zu wenig gebundene Bücher, sodass ich hiervon allzu überrascht bin?
Wie auch immer, es ist eine richtige Liebesgeschichte (hab ich ehrlichgesagt nicht gedacht, habs auf gut Glück gekauft), aber eine total surreale, denn am Ende stellt sich das Problem, dass der Dame eine Seerose in der Lunge wächst, was ihrem Leben nciht unbedingt vorteilhaft sein wird. Ich lese es trotzden. Sogar wenn ich den Papiereinband weggemacht habe, ist noch aurf den Buchrand geprägt: "Brigitte", darunter ein richtig fettes Herz, wo eine 14 oder 15 drüber steht.
Vielleicht werde ich mal Hausfrau.
(geschrieben von banjos against incest)
12. Februar 2012
Toleranz
Toleranz oder Gewohnheit ist mitunter der Vorgang, bei dem wir uns an etwas gewöhnen, oder gegen etwas unempfindlich werden.
Man verbindet oft damit die Freundlichkeit gegenüber Minderheiten. So sind mittlerweile politisch in den meisten Industrieländern Schwule, Schwarze und Behinderte mit eingebunden. Früher empfand man diese Gruppen mehrheitlich als unrein, oder als "unangenehm". Jetzt, da der Anteil dieser Gruppen gewachsen ist, sind wir unempfindlich gegen sie. Ich möchte mit diesem Einstieg keineswegs hetzen. Ich möchte viel mehr kurz darstellen, wie schön es ist, dass unsere Gesellschaft momentan so tolerant ist.
Ohne die Toleranz gäbe es unsere gesamte Kultur nur in anderen Formen.
Gäbe es britischen Dubstep, holländisches Gras, amerikanisches Fastfood oder türkische Döner? Nein.
Ich möchte aber nicht über die positive Toleranz schwärmen, sondern vielmehr auch die negative Toleranz, von der so wenig geredet wird anschneiden.
Man erinnere sich an seinen ersten Alkoholrausch oder das erste Mal Sex. War es nicht damals viel interessanter? Ich meine, klar, mit der Erfahrung wird der Sex besser, der Alkohol vielleicht genießbarer. Aber reichten uns beim ersten Mal nicht zwei Gläser Rotwein? Fünf Minuten Sex? Doch weg von unseren beiden Paradebeispielen,
der Mensch ist ein schrecklich unzufriedener Genosse.Das ist auch biologisch so.
Wer einmal eine gute Leistung erbracht hat, möchte dies wieder tun, oder sich sogar noch verbessern. Nimmt man eine Droge, oder ein Medikament einmal, so stellt sich der Körper darauf ein, man braucht mehr. So verhält es sich mit dem ersten Kuss, kein Kuss mit der Geküssten wird je wieder so schön sein. Das ist Schade.
Es gibt nur ein Mittel wie wir das Schöne erhalten können und der Gewohnheit den Kampf ansagen können. Ich appelliere an jeden Menschen, er möge gegen seine Toleranz, gegen was auch immer, ankämpfen, damit wir wieder natürlich genießen können.
Zwingt Euch zu einer Pause, Gönnt Euch diese Pause.
Es lohnt sich.
23. Januar 2012
30. Dezember 2011
23. Dezember 2011
6. Dezember 2011
:immunitaet
es war ihr nicht wirklich nach lernen. sie war viel versessener darauf zu verkaufen. verkaufen war immer schon ihre leidenschaft. sie fing klein an. sie hatte einen bekannten und dessen bekannten kannte einen drogenhändler. sie dachte nie, dass sie so einfach an drogen kommen könnte. aber das geld war nötig. großhändler wollte sie sein. also kaufte sie 10 gramm am anfang. sie verkaufte es bei den freunden. sie hatte es nie zuhause.
auf dem weg zur schule, da war eine mauer. sie legte in einen losen ziegelstein ihr zeug. immer wenn sie wusste, sie verkauft, holte sie am morgen die menge. am anfang war es wenig und selten. sie hatte eine geniale strategie, denn sie hasste menschen. so fing sie an, leute bei gelegenheit einzuladen. zuerst war es meistens nur gras. die hemmschwelle war nicht so hoch. haben die leute dann mehrmals eingekauft und wurden toleranter, fing sie an mit ecstasy. sie war selbst begeisterter user. durch ihre beziehungen zu einem wirklichen vermittler, kam sie irgendwann an das richtige zeug. sie wusste, dass das geld bringt und kriminalität.
in der schule war sie zwar schlecht, aber sie hatte große brüste und verstand es, sich beim lehrer gute noten zu "erkaufen". so kam nie einer auf die idee, dass sie mit drogen handelte.
später war es ihr zu langweilig. das dealen machte keinen spaß mehr, der kick war weg. sie war sich zu sicher. sie hatte geld. sie hatte verbindungen zu den richtigen leuten, brauchte sich nicht sorgen. so kam sie zum entschluss ein wenig kokain in einem typischen drogenbeutelchen in der schule öffentlich zu deponieren. natürlich ungesehen und ohne spuren.
das aufsehen war groß. die polizei kam mehrmals mit hunden. jedesmal fanden sie nichts. sollten sie etwa jeden schüler auch zuhause untersuchen? das war nicht möglich. verdächtigt wurden mehrere kerle, von denen die klein-dealerei bereits in aller munde war.
es wurde nicht enttarnt.
ihr versteck war nicht mehr dasselbe, auch es war gewachsen, sie hatte einen hohlraum in einer autobahnbrücke genutzt. dort hatte sie sich die meisten interessanten chemikalien besorgt, eine kleine handfeuerwaffe und legte sich einen notvorrat an ecstasy, kokain, heroin, amphetaminen und marihuana an. es war ihr klar, dass sie nicht mehr lange wollte.
was brächte ihr noch spaß am leben? sie hatte alles ausprobiert, alles schon gesehen, hatte geld soviel sie wollte, männer, mehr als sie wollte; doch das war nicht das richtige leben, war ihr kerngedanke.
so zog sie los. mit allen drogen, die sie bekommen hatte, feinster qualität, in den hosentaschen und einer waffe im hosenbund. sie sah gut aus, verdammt gut. und unschuldig.
sie rannten los, in die schule. sie legten alle drogen auf den tisch. die waffe ebenfalls. die lehrer begriffen sie nicht. die lehrer glaubten nicht, dass sie drogen dealten. sie zog vor dem lehrer eine line kokain. die lehrer riefen die polizei. doch sie waren bereits getürmt.
sie fanden sich im bus wieder. der rausch brannte ihnen in der nase. es roch nach kaltem glas und das licht war metallisch. an der brücke angekommen, stiegen sie aus. sie rissen alle tarnung von den wänden, das versteck war zu sehen. sie setzten sich einfach in einen sessel. ein abschiedsbrief lag auf dem tisch, unter dem tisch drei milliarden euro. auf der lehne des sessels einen whiskey, es war ein unikat, mit einer langen reifung in fässern, aus eichenholz hergestellt. sie genossen den rausch. es war ein belebender aktiver rausch.
ein ritual. dem tode nahe, der menschheit überlegen, sich eine eigene gottheit geschaffen. als sie die polizei sahen, fingen sie an mit dem abschied. den höhepunkt des rituals bildete das heroin. danach schlitzte sie sich die pulsadern auf, lag blutend auf dem sessel, mit einem seeligen blick auf dem gesicht, völlig entspannt, ohne regung.
und in dem moment brach die polizei die stahlverstärkte, betonfarbene tür auf.
und auf dem brief stand:
lebend kriegt ihr mich nie.
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