Dieser Eintrag stammt von der Terasse, in der Sonne, auf der ich gerade sitze. Ich schreibe vom ipod touch meiner Schwester. Das hat viele Nachteile in Tippgeschwindigkeit und Fehlerquote, aber wenn das Wetter mal so schön ist, muss man doch raus in die Sonne. Aber das ist nur einer unter tausenden von Momenten. Für die meisten Menschen ist es normal auf dem Balkon zu arbeiten, im Bett zu chatten oder gar auf der Toilette zu surfen. Dieser Vorteil zieht jedoch wahnsinnige Nachteile und Veränderungen nach sich. Die Gesellschaft hat kaum noch Ruhe. Ständig bekommt man Nachrichten von Freunden, Kollegen, Verwandten, die auf eine sofortige Antort warten. Sobald man nicht oder verspätet antwortet wird man als Offline-Muffel bezeichnet, ist man oft erreichbar schreibt viel und schnell, heißt es: "Du hast ja garkein 'Reallife'." Ein weiterer Nachteil ist das in einem so schnellen Zeitalter Entscheidungen ruckzuck geworfen werden können. So lässt sich in einer Stunde etwas sechzig Mal verschieben.
"They could've been this generations Beatles": Oasis
Wonderwall kennt jeder, Don't Look Back in Anger kennt jeder, aber Oasis kennt niemand. Niemand wirklich. Selbstverständlich gibts die BritPopper die seit den 90ern dabei sind, aber die sind auch schon über 30. Und die Jugend von heute hört lieber Justin Bieber, Hannah Montana oder wie das heißt. Eine Schande! So mögen sie alle in der Hölle schmoren (Liam Gallagher spricht mir aus dem Herzen: "You think that everything you've done's fantastic, your music's shite it keeps me up all night "). Oasis ist wohl die beste englische Formation seit den Beatles (die sind aber unschlagbar). There's no need for you to say you're sorry, goodbye I'm going home. Manchmal würde ich auch gerne einfach nach Hause gehen.
In der Komödie "Grind" aus dem Jahre 2003 geht es um 3 Skater, die wie viele andere Skater einen Sponsor wollen. Um diesen Sponsor "Jimmy Wilson" zu bekommen, schmeißen sie sogar das College und ihnen ist keine Mühe zu hoch. Das sorgt einerseits für sehr viel Ärger andererseits für Coolness. Schauspieler sind außerdem Adam Brody, Mike Vogel, Vince Vieluf, Ben Margera und Joey Kern. Adam Brody spielt wie sooft den Streber, leider fällt auf, dass seine deutsche Stimme garnicht zu Adam passt. Der Film ist relativ hübsch aufgebaut, Story und Skatesequenzen wechseln sich recht regelmäßig ab. Die Filmmusik ist der Hammer, unteranderem kommt Billy Talent, Sublime, P.O.D. und Trapt vor. Es wird während des Films nicht langweilig, weil die Story nur so strotzt vor Lachern und spannenden Momenten. Ich möchte euch nicht zuviel erzählen, so watch it.
System of a Down ist eine 1995 gegründete Alternative-Metal Band. Ich habe sie vor etwa 5 Jahren entdeckt. Der Stil ist von Lied zu Lied und von Album zu Album so verschieden, dass man es einfach als Alternative-Metal einstuft. Das beste Album ist "Steal This Album", welches ich auch hier rumliegen habe. Der Sänger Serj Tankian startete außerdem vor wenigen Jahren auch ein Solo-Projekt, welches ich auch als gelungen bezeichnen würde.
Russen aus der Sowjetunion wohnen im New Yorker Stadtteil Brighton Beach, "Little Odessa" genannt. James Gray (* 1969) selbst hat jüdisch-russische Vorfahren. Gray schloss 1991 sein Filmstudium an der University of Southern California School of Cinematic Arts ab und schrieb das Drehbuch zu seinem Filmdebüt "Little Odessa" bei dem er auch Regie führte. Von den Kritikern hoch gelobt überzeugt der Film in seiner unglaublich realistischen Darstellung, Tim Roth ("Pulp Fiction", "Four Rooms") und Edward Furlong ("Terminator 2", "American History X") zeigen ein selten gesehenes Schauspieltalent, die Kameraarbeit ist erste Sahne und vorallem die Filmmusik verleiht dem Meisterstück den abstrusen Touch. Tim Roth spielt den Auftragskiller Joshua Shapira, der nach Little Odessa zurückkehrt. Dort will er nicht nur für seinen Boss einen Juwelenhändler töten, sondern auch ein paar persönliche Dinge ins Reine bringen: mit seiner schwerkranken Mutter, die nur noch kurze Zeit zu leben hat, mit dem kleinen Bruder, der ihn vergöttert, mit einer Jugendliebe, die er nie vergessen konnte, und schließlich mit seinem Vater, einem gewalttätigen Patriarchen.
Jeder kennt ihn, alle hassen ihn, den Mainstream. Mainstream bedeutet für die meisten zu sein wie die Masse. "Mitschwimmender-im-strom" zu sein. Also auch der Durchschnitt zu sein und kaum einer möchte zum Durchschnitt gehören. Doch mittlerweile ist gerade dieses Streben nach Individualität zum Mainstream geworden. Heutzutage will jeder ein Individuum sein, mit extravaganten Sprüchen, mit Twitter, mit gefakten Facebook-Accounts, Latte Macchiatos und mit eigenen Blogs möchte sich ein jeder wichtig machen. Dabei ist die Frage, wen interessierts? Fast alle sind so konzentriert, "sich selbstzufinden", dass man garnicht auf die Bedürfnisse anderer achtet, man könnte es fast Egoismus nennen. Wobei ein Egoist meistens beziehungsweise immer etwas von seinem eigennützigen Verhalten hat, was hier nicht der Fall ist. Der wahre Individualist zeichnet sich dadurch aus, dass ihm der Mainstream total egal ist. Aber was ist, wenn der Mainstream darin besteht, eigen zu sein?
Ich habe mir heute Alice im Wunderland im Kino angeschaut. Ich muss sagen, der Film hat Charakter. Beinahe jedem sollte die Story von Alice im Wunderland bekannt sein, aber ich muss zugeben mir war sie vor dem Film auch nur teilweise bekannt. Es war natürlich vom reinen Märchenstoff schon viel zu machen, doch was Regisseur Tim Burton daraus gemacht hat, ist beinahe ein Meisterstück. Der Film ist halb animiert und halb Spielfilm, als ich das erste mal von diesem Mix hörte, dachte ich zuerst, das könne nicht gelingen, doch das unterstreicht den märchenhaften Charakter nochmals, alle Figuren in der "realen" Welt sind geschauspielert und alle Figuren in der "Märchenwelt" sind geschauspielert und modifiziert - das heißt sie haben eine wirre Frisur, sind stark geschminkt, etc. - oder nur animiert, wie zum Beispiel die Tiere. Hier gibt es einen weitern Punkt, der mir sehr positiv ins Auge fiel. Die Mimik und Gestik ist sehr schön in diesem Film. Man könnte es sich kaum anders vorstellen. Unter diesem Punkt kann man auch die "Tiersprache" nennen. Da Tiere bekanntlich ja nicht sprechen können, ist es auch kompliziert eine Mimik und Mundbewegungen zu Tieren zu erfinden, doch auch dieser kleine Punkt wurde mit Bravour vom Regisseur gelöst. Die gesamte Geschichte hängt von einem ewigen Geschwisterkonflikt ab, der sogar bis zum Krieg führt. Doch an dieser Stelle möchte ich nicht zuviel verraten. Was bei dem Film keinen Sinn macht ist 3D. 3D sollte man sich für Filme aufheben, bei denen man viele Effekte einbringen kann, was bei Alice im Wunderland nicht der Fall ist. Also ist 3D bei Alice im Wunderland nur umsonst teuer. Wer die Rolle des Hutmachers ideal spielt, ist Johnny Depp. Johnny Depp hatte schon immer einen Hang zu verrückten Rollen, - über Fluch der Karibik bis zu Charlie und die Schokoladenfabrik - die er jeweils mit großem Talent gespielt hat. Eine weitere gute Schauspielerin ist Anne Hathaway, die die bildhübsche, weiße Königin spielt. Der Kontrast der Schminke steht ihr sehr gut und die edle Art, die sie zu spielen hat, meistert sie exzellent. Ich bin begeistert von diesem Film und würde ihm 4, 5 von 5 Sternen geben. Ein Film der sehenswert für die ganze Familie ist.